Archive
März 2012 Monthly archive

NINA LEVETT Tapetenkollektion wird bald vorgestellt. Dies ist der Scan eines Tapetenrapports in der Größe 50cmx100cm. Der Scan wurde später retouchiert und mit Vektorgrafik überarbeitet.

Nina Levett spricht in diesem Video über “Die Suche nach Bedeutung”. Sie erklärt, dass sie es interessant findet über andere Künstler zu lesen oder Videos zu sehen, die den Arbeitsprozess anderer Künstler dokumentieren. Sie identifiziert sich mit den Schwierigkeiten der anderen, und wie sie um ihre Sache kämpfen müssen. Es hilft ihr die Frage um die Bedeutung oder den Sin der eigenen Arbeit immer wieder neu zu hinterfragen.

Die schlechte Allianz von Mäzenen und Künstlern wird im Herzen dieses Projekts dargestellt.

Nina Levett hat sehr gelitten, als nach Fertigstellung dieses Projekts das Team sich nicht meldete, das die Arbeit in Auftrag gegeben hat. Bis heute ist nicht klar, was mit den Arbeiten geschehen soll.

In diesem Video erzeugt Nina Levett mit einem (anHandy einen Kaleidoskop-Effekt ihrer Muster.

Dies reflektiert ihr Gefühl der Unmöglichkeit das Leben eines Künstlers zu ertragen, wenn die Anerkennung und der Zuspruch des Publikums so weit weg sind. Zugleich entsteht über das Internet so eine
voyeuristische, unheimliche Nähe mit dem Betrachter. In ihrer Vorstellung sehr einnehmend. Es ist schwierig den einseitigen Informationsfluss zu verarbeiten. Eine Leere, die sich wie ein Schatten bei den Besuchen in den Google Analytics Statistiken abbildet.

Nina Levett erzeugt manipulierte Bilder: eine Verzerrung eines farbigen Wallpaper Designs, das sie vorher detailgenau und in genauer Arbeit erzeugt hat. Die kleine Spitze der Tuschestifte machen es schwierig und langwierig die einzelnen Farblayers zu erzeugen. Es dauert Wochen ein Design von 40x50cm zu machen. Die fertige Arbeit ist nicht das Ende des Schaffenprozesses. Wenn die Siebe hergestellt wurden, muss erst gedruckt werde. Die fertigen Arbeiten werden dann auch dokumentiert und für’s Internet aufbereitet. Aber wiederum ist diese Dokumentation eine Verzerrung der Realität. Nina ist nicht Nina aber eine Abbildung von Nina. In diesem Video wird deutlich, dass die fotografische Aufbereitung das ursprüngiche Bild nur mangelhaft abbildet und verzerrt, verschleiert wiedergibt.

Nina Levetts Arbeit handelt auch von der Auflösung privaten und öffentlichen Raumes, indem sie den Besuchern der Webseite eine partizipative Rolle einräumt, die aber auch halluzinatorisch wirkt.

Nina Levett war im Belvedere Museum um die Ausstellung “Gustav Klimt / Josef Hoffmann. Pioniere der Moderne.” zu sehen.

Sie war an dieser Ausstellung interessiert wegen ihrer Kontakte im Museum für angewandte Kunst in Wien. Als sie mit einem Kurator sprach, erwähnte er, dass 2012 die Stadt Wien das Lebens und Werk Gustak Klimts feiern würde.

Das MAK lädt momentan sehr viele interessante Menschen ein um über die Zukunft und Identität dieses wichtigen Museums zu diskutieren. Nina Levett nahm an dieser Veranstaltung teil. Unter anderem gab es eine Rede der Content Managerin von Wien Tourismus, die erklärte, was der durchschnittliche Wien-Gast in dieser Stadt sehen will. Der Hauptgrund nach Wien zu kommen, sind Kunst und Kultur.

Die Arbeiten sind tief mit der Stadt Wien verwurzelt. Die Ausstellung war wichtig, um zu verstehen, worin die Faszination der Künstler der Vorzeiten für die Besucher Wiens besteht.

Was den Wert der Besucher Wiens anbelangt, hat die Content Managerin von Wien Tourismus von 4 Millionen Übernachtungen in einem Jahr in Wien gesprochen. Der durchschnittliche Betrag der bei einer Übernachtung ausgegeben wird, ist 264 EUR. Der Wert wurde durch Künstler geschaffen, die vor rund hundert Jahren in dieser Stadt tätig waren.

Nina Levett fragt sich daher, wie sie ihre eigenen Arbeiten wertvoll für die Nachwelt gestalten kann. Sie wollte daher Klimts und Hoffmanns Arbeiten im Rahmen einer Führung ansehen.

Nina Levett sah sich mit 15 anderen Menschen die Führung an. Im Vordergrund stand für sie der Überlebenskampf dem auch Klimt und Hoffmann begegneten, genau wie heutige Künstler. Es war nicht ein Kampf um’s eigene Überleben, wie darum, die “eigene Kunst zu füttern”. Nur durch die Unterstützung der damaligen kulturellen Institutionen und Mäzene wurden die wichtigsten Kunstwerke ermöglicht. Hätten Klimt und Hoffmann diese Unterstützungen nicht erhalten, wären die wichtigsten kulturellen Schätze dieser Stadt nicht entstanden.

Klimt hat seine berühmtesten Werke, wie das Beethovenfries in der Secession für eine Ausstellung im Jahre 1902 über Beethoven gemacht.

Für weitere Informationen lesen Sie bitte den Artikel mit einem Gruppeninterview in der Tageszeitung “Die Presse” über Gustav Klimt(Moderation Daniel Kalt).