2012 ist der 150 Jahrestag von Gustav Klimt

2012 ist das 150ste Jubiläum von Gustav Klimt. Bis Mitte 2010 interessierte sich Nina Levett eher für Illustration als Gesamtkunstwerk in der Architektur, wie zB. von Victionary aus Hong Kong oder von anderen, zeitgenössischen Designern wie Hella Jongerius oder Jaime Hayon.

Als Levett vor eineinhalb Jahren von Thomas Geisler gefragt wurde, ob Sie Teil der „Design Criminals“ Ausstellung sein wollte, welche von Sam Jacob (www.fat.co.uk) kuriert werden sollte, hat sich jedoch etwas verändert. Auch während ihrer Hochzeitsreise in Malaysia und Singapur tauschte sie Emails mit dem Museum aus. Eine der größten Sorgen des Kurators war vor allem, ob sie ihre Kunst nun als „Design“ oder „angewandte Kunst“ oder einfach nur „Kunst“ bezeichnete. Durch die Diskussion mit ihm interessierte sie sich immer mehr für den ZWECK von dem, was sie tat, und dies weckte schlussendlich ihr Interesse für Klimt.

Letztes Jahr hat sich viel verändert. Ihre Werke sind nun bestehender Teil des österreichischen Museums für angewandte Kunst in Wien (MAK). Weil das MAK eine neuen Direktor bekam, erfuhr Levett viel darüber, was für die Zukunft geplant war. Sie bekam außerdem einen Eindruck, dass die Werke und Sammlungen nach Gottfried Sempers Idee vom „idealen Museum“ strukturiert wurden.

Die Forschungen von Levett haben nicht zuletzt Gustav Klimt beeinflusst (nachdem sie erfahren hat, dass 2021 im Zeichen von Klimt stehen sollten, hat sie diesem Thema sehr viel Raum gegeben). Zuerst ging sie auf eine Ausstellung, wo sie erfahren hat, dass Gustav Klimt mit Josef Hoffman zusammen gearbeitet hat, um eine Konstruktion zu entwickeln, an der er seine Bilder aufhängen konnte. Die Malereien wurden nicht rein als Kunstwerke angesehen, viel mehr wurden sie als Teil der Raumarchitektur wahrgenommen. Schon vor vielen Jahren hat auch Nina Levett angefangen, die Ansicht des „Gesamtkunstwerkes“ von Klimt bzw. Hoffmann zu teilen. So sah auch sie ihre Moveable Wallpapers als Teil des Raumes und nicht als Kunstwerk an sich. Die Absicht ihrer Werke ist und bleibt zweifelsohne die architekturelle Gestaltung des Raumes.

Wenn man sich Klimts Kunstwerke einmal ansieht, kann man eine viel tiefere Beziehung erkennen. Seine Landschaftsmalereien bildeten beispielsweise keine Menschen ab, während seine Porträts nie mit Landschaft kombiniert wurden. Durch die abstrakten Muster und Ornamente im Hintergrund der Porträts erscheinen sie sehr zweidimensional und flach. Genau das lässt sich auch bei Nina Levetts Porträts erkennen. Sie vermeidet dort generell Landschaften und schmückende Hintergründe.

Copyright der Fotos ist Belvedere/Gustav Klimt/beteiligte Fotografen/beteiligte Künstler.

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