Über Wien

Das Alltagsobjekt zum Kunstwerk zu machen, dies ist eines der ziele des Designstudios Nina Levett. Die Wurzeln sind in der reichen dekorativen Kunsttraditions Wiens.

Die Stadt ist voller Beispiele der erfolgreichen Verbindung von Dekoration und Funktionalität. Einige Spuren der Wiener Werkstätte und Secession sind in der Stadt erhalten und sichtbar. Weniger sichtbar ist der Bruch der in den 1930ern und 1940ern passiert ist. Und doch ist die Arbeit vieler zeitgenössischer Künstler in Wien eine Weiterführung der Reaktion, Kreativität, Unterdrückung und des Aufbrechens von Gefühlen und Stimmungen aus der jüngsten Vergangenheit.

Nina Levetts Stoffe, Tapeten und Innenraumdekoration folgen Vorbildern von Künstlern und Designern wie Hoffmann, Klimt und Moser, aber reflektieren auch frühere Arbeiten von Architekten wie Falke, der das Heim als Möglichkeit der sozialen Kontrolle und kutlurellen Entfaltung sah. Die Konzepte, die in der experimentellen angewandten Kunst in Wien im letzten Jahrhundert auftauchten haben Nina Levetts Arbeiten beeinflusst.

Ein Schlüsselelement von Hoffmanns Gesamtkunstwerk war die Erhebung aller Elemente von Inneneinrichtung in den Status von Kunstobjekten, die zugleich auch erkennbar funktionale Haushaltsgegenstände darstellten. Dies wurde in Nian Levetts Arbeiten zum Schlüsselelement. Vor allem in ihren Besteckentwürfen, die n der Sammlung des MAK sind. Einerseits handelt es sich um komplett funktionale Gegenstände, aber zugleich sind es auch high-end Kunstobjekte, die sich mit der dunkleren Sphäre der Haushaltsumgebung beschäftigen, für die sie entwickelt wurden.

Das Ziel ist Kunst mittels kleiner, unscheinbarer Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs in die Leben der Menschen zu bringen.

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